Die SOG und die OG Panzer (+) zanken sich aktuell um das Rollenverständnis der SOG in der Sicherheitspolitischen Diskussion in der Schweiz. Für die einen ist die SOG zu zahm oder zu zurückhaltend, für die anderen hält sie die Balance. Dazu kommen Anschuldigungen ggü dem CdA a D im Zusammenhang mit dem F(ail)-35. Man fragt sich als Offizier unweigerlich: DQS? – Um was geht es?
Die OG Panzer fasst zusammen, die SOG verfüge “weder über eine erkennbare sicherheitspolitische Agenda noch über klar formulierte politische Kernforderungen.”
Die Kritik scheint berechtigt.
Wofür steht die SOG ein – ausser den üblichen Floskeln von “verteidigungsfähige, moderne, gut ausgerüstete Armee, vollständig ausgerüstet…. bla bla bla…“. Diese metaphysische Ebene ist mittlerweilen so abgelutscht wie der Textbaustein Nr. 1 des VBS, das jede Massnahme, jede Reorganisation und jeden Besuch im Ausland mit dem Hinweis begründet: “Stärkt die Verteidigungsfähigkeit”.
Will die SOG also mehr Geld? Mehr Tempo? Weniger Bürokratie? Welches sind die konkreten Massnahmen? Ich wüsste aktuell nicht, was ich da aufzählen sollte. Aber hey, ich bin ja nur ein kleiner Of a D…
Vielleicht wäre es nur schon von Vorteil, wenn die SOG den Mut zu einer Standortbestimmung hätte, die nicht nach einem Abklatsch einer NDB-Mitteilung oder eine Ansprache eines Politikers aussieht. Eine Standortbestimmung aus der Ferne, im grösseren Rahmen, mit Weitblick, Mut und Offenheit für unbequeme Äusserungen. Ein solches Dokument würde die SOG zweifellos sofort ins Rampenlicht stellen und sie als auch von VBS und Rüstungsindustrie unabhängige Organisation positionieren.
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